Holzwickede

Geografie – Bevölkerung - Wirtschaft

Die Gemeinde Holzwickede, die seit kurzem den Beinamen „Emscherquellgemeinde“ im Ortschild führt, liegt mit den Ortsteilen Hengsen und Opherdicke etwa 10 km östlich von Dortmund am Rande des Ruhrgebietes.

 

Holzwickede ist eine aufstrebende Kommune, in der sich durch die vorteilhafte Anbindung zu den Autobahnen A1 und A44 in den vergangenen Jahren neben den bereits seit Jahrzehnten bestehenden, alt eingesessenen viele Wirtschaftsbetriebe neu angesiedelt haben, die zahlreiche zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen haben.

 

Zu den ca. 17.500 Einwohnern kommen dank des florierenden Arbeitsmarktes täglich ca. 9.000 Pendler in den Ort. Neue Wohngebiete sind in den letzten Jahrzehnten erschlossen worden und werden noch erschlossen, um auch Neubürgern hier eine Heimat zu geben.

 

Kulturelle Angebote und ein ausgeprägtes gesellschaftliches Miteinander, u. a. getragen vom Kreis Unna (Haus Opherdicke), den beiden Kirchengemeinden sowie den hier ansässigen Vereinen, prägen den Ort und schaffen ein lebenswertes Umfeld.

 

Die drei Städtepartnerschaften der Gemeinde Holzwickede (Louviers-Weymouth-Colditz) werden durch den Freundeskreis Holzwickede-Louviers e.V., den Deutsch-Britischen Club Holzwickede e.V. und den Partnerschaftsverein Holzwickede-Colditz repräsentiert.


Geschichte

Es wird vermutet, dass die Funde einer frühen Besiedelung der Gegend um Holzwickede aus der Eisenzeit stammen. Später gedeiht der Handel entlang einer Römerstraße, die in der Nähe vorbeiführt. Im Mittelalter wird aus dieser Straße der „Hellweg“, eine der bedeutendsten Handelsstraßen der damaligen Zeit.

 

Aus frühester Zeit stammt auch der „Hilgenbaum“, das Wappenzeichen Holzwickedes. Dieser Baum, eine Eiche, diente früher als Treffpunkt für die Dorfbevölkerung und als eine Art schwarzes Brett für öffentliche Bekanntmachungen. Die alte Eiche und ihre Nachfolger wurden mehrfach gefällt oder brannten nach Blitzeinschlägen ab, sodass heute an der Stelle des ursprünglichen Hilgenbaums ein relativ junger Baum zu sehen ist.

 

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie erlebt Holzwickede ab 1855 einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Eisenbahn transportiere Kohle und Erz aus dem Ruhrgebiet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Rangierbahnhof zu einem der damals größten in Europa, bis er 1945 gegen Ende des zweiten Weltkrieges zerstört wurde. 

 

Als im Jahre 1951 die letzte Holzwickeder Zeche geschlossen wurde, ging für den Ort eine jahrhundertealte Tradition des Kohlebergbaus zu Ende.

 

Weitere Informationen unter:

https://www.holzwickede.de

https://www.geschichtswerkstatt-holzwickede.de

Sehenswürdigkeiten

 Emscherquellhof 

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Holzwickede gehört ohne Zweifel das Wasserschloss Opherdicke. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Es wird heute als kulturelles Zentrum für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

 

Im Hixterwald, ganz in der Nähe eines alten, in Fachwerk gebauten Bauernhofes, dem „Emscherquellhof“ befindet sich die Emscherquelle. Die Emscher zieht sich in ihrem Lauf durch das ganze Ruhrgebiet. Als kleiner und reiner Bach in Holzwickede wurde sie im letzten Jahrhundert mit der zunehmenden Industrialisierung mehr und mehr als offener Abwasserkanal für die Industrie des gesamten Ruhrgebiets missbraucht. Heute ist sie wieder weitgehend sauber und ihr Bett in weiten Strecken renaturiert.

 

Im Ortsteil Opherdicke steht die älteste Kirche Holzwickedes. Die romanische Kleinbasilika ist in den Jahren 1220-1250 entstanden. Ihr mächtiger Wehrturm gewährte den Bewohnern Opherdickes dabei auch Schutz gegen weltliche Bedrohungen.